Die sogenannte Barbara Wussow Diät beschäftigt seit Dezember 2025 die deutschsprachige Presse. Wer den Gewichtsverlust der Schauspielerin nachahmen möchte, sollte vorher unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren. Was bei einer Person funktioniert, kann bei einer anderen zu Mangelerscheinungen, Kreislaufproblemen, Muskelabbau oder Gallensteinen führen. Eine individuelle Beratung durch qualifiziertes medizinisches Personal oder eine geschulte Ernährungsberatung ist der einzige verantwortbare Weg, langfristig und gesund Gewicht zu verlieren. Im Folgenden geht es daher weniger um die konkreten Mahlzeiten als um die Person hinter den Schlagzeilen: Barbara Wussow, ihre Karriere und ihre aktuelle Arbeit.
Die österreichische Schauspielerin sprach im Dezember 2025 in einem Interview mit der BILD-Zeitung am Rande der „Ein Herz für Kinder”-Spendengala in Berlin darüber, dass sie innerhalb von acht Wochen rund zehn Kilogramm verloren habe. Als Motivation nannte sie ausschließlich gesundheitliche Gründe. „Ich möchte fit sein, dann fühle ich mich auch wohl”, wird sie zitiert. Ihren strengen Plan möchte sie nicht fortführen, sobald sie wieder für neue Folgen des „Traumschiffs” vor der Kamera steht – das Catering an Bord der MS Amadea sei zu verlockend, so Wussow gegenüber BILD.
Hintergrund zur Person
Barbara Wussow wurde am 28. März 1961 in München als Tochter des Schauspielerpaares Klausjürgen Wussow und Ida Krottendorf geboren. Beide Elternteile waren langjährige Ensemblemitglieder am Wiener Burgtheater. Mit sechs Jahren zog die Familie nach Wien, nachdem ihr Vater an das Burgtheater wechselte. Nach der Matura studierte Wussow Bühnen- und Kostümbild an der Akademie der bildenden Künste Wien und schloss das Studium 1983 mit dem akademischen Grad Magistra Artium ab. Anschließend absolvierte sie eine Schauspielausbildung an der Wiener Schauspielschule Krauss. Ihr Bühnendebüt gab sie 1984 am Theater in der Josefstadt in Wien in der Uraufführung der Theaterfassung des „Rosenkavaliers” an der Seite von Helmut Qualtinger.
Karriere im Fernsehen
Den Durchbruch hatte Wussow 1985 als Schwester Elke in der ZDF-Serie „Die Schwarzwaldklinik” an der Seite ihres Vaters, der den Klinikleiter Prof. Klaus Brinkmann verkörperte. Die Serie erreichte zu Spitzenzeiten bis zu 28 Millionen Zuschauer und gilt bis heute als eine der erfolgreichsten Produktionen des deutschen Fernsehens. Im Februar 2005 kehrte sie für den TV-Film „Die Schwarzwaldklinik – Die nächste Generation” zurück, der anlässlich des 20-jährigen Jubiläums produziert wurde.
Seit dem 1. April 2018 (Ostersonntag) spielt sie in der ZDF-Reihe „Das Traumschiff” die Hoteldirektorin Hanna Liebhold. Ihr Einstand erfolgte in Folge 81 mit der Destination Malediven. Seitdem gehört Wussow zum festen Hauptcast und schippert mehrmals im Jahr mit der Crew über die Weltmeere. Sie ist seit 1990 mit dem Schauspieler Albert Fortell verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Wien. Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin arbeitet sie auch als Synchronsprecherin und Autorin.
Aktuelle Aktivitäten 2024 und 2025
Im November und Dezember 2024 war Wussow Stargast bei Heinos Kirchentournee „Frieden auf Ewigkeit”, die am 15. November 2024 in Cunewalde startete und insgesamt 25 Städte umfasste. Bei den Konzerten in Kirchen Deutschlands und Österreichs trug sie vorweihnachtliche Lesungen und Gedichte vor. Im Januar 2025 übernahm Schauspieler Tommi Piper ihre Rolle auf der weiterlaufenden Tournee.
Am 27. August 2025 nahm sie als Mitglied einer Delegation des katholischen Hilfswerks missio Aachen an einer Generalaudienz bei Papst Leo XIV. im Vatikan teil. Die Delegation übergab dem Papst ein Recyclingkreuz, das aus dem Messingrohr einer entsorgten Klimaanlage auf einer Elektroschrotthalde in der ghanaischen Hauptstadt Accra gefertigt worden war. Die Aktion ist Teil einer missio-Kampagne gegen illegale Elektroschrottexporte nach Westafrika. Im Anschluss bezeichnete Wussow den Papst in einem Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur als sehr sympathisch und wünschte ihm eine lange Amtszeit.
Karitatives Engagement
Karitativ engagiert sich Wussow seit Jahren. Sie ist Botschafterin und seit 2005 Kuratoriumsmitglied der Stiftung „Deutsche Kinderkrebsnachsorge – Stiftung für das chronisch kranke Kind”, die am 9. Dezember 1990 von ihrem Vater Klausjürgen Wussow gemeinsam mit Carl Herzog von Württemberg, Christiane Herzog und weiteren Persönlichkeiten in Ludwigsburg gegründet wurde. Nach dem Tod ihres Vaters 2007 führen Barbara und ihr Bruder Alexander Wussow das Werk als Botschafter weiter. Daneben unterstützt sie das SOS-Kinderdorf in Kőszeg in Ungarn, wo sie ein Patenkind hat.
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Fazit: Gesundheit zuerst, dann erst Methoden
Zurück zur Ausgangsfrage: Wer durch die Schlagzeilen motiviert ist, selbst etwas an seinem Gewicht zu ändern, sollte den ersten Schritt nicht in einem starren Plan suchen, sondern in einem Termin bei der Hausärztin oder dem Hausarzt. Eine ärztliche Untersuchung vor Beginn einer Ernährungsumstellung und eine fachlich begleitete Beratung sind die sicherere Grundlage als jede prominente Vorlage. Die Geschichte hinter der Barbara Wussow Diät ist vor allem eine über eine Schauspielerin mit jahrzehntelanger Karriere – nicht über eine Methode, die ohne medizinischen Rat nachgemacht werden sollte.
Quellen: BILD-Zeitung (Originalinterview, Dezember 2025); t-online; Blick; Joyn; Prisma; Badische Zeitung; missio Aachen Pressemitteilung vom 27. August 2025; Katholische Nachrichten-Agentur; Stiftung Deutsche Kinderkrebsnachsorge; ZDF-Pressematerial zu „Das Traumschiff”.

