Martina Voss-Tecklenburg gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten im deutschen und europäischen Frauenfußball. Wer sich mit den bisherigen Trainerstationen von Martina Voss-Tecklenburg beschäftigt, blickt auf eine Laufbahn, die vom Vereinsfußball bis in den internationalen Frauenfußball reicht. Dieser sachliche Überblick fasst ihre wichtigsten Stationen als Trainerin zusammen, ordnet ihre Erfolge ein und beleuchtet ihre heutige Rolle.
Vom Spielfeld an die Seitenlinie
Bevor sie ihre Trainerlaufbahn begann, war Voss-Tecklenburg eine erfolgreiche Nationalspielerin. Für die deutsche Nationalmannschaft bestritt sie 125 Länderspiele und feierte zahlreiche Titel, darunter mehrere Europameisterschaften und den Vize-Weltmeistertitel 1995. Auf Vereinsebene spielte sie unter anderem für KBC Duisburg, den TSV Siegen und den FCR 2001 Duisburg. Zweimal wurde sie zur Fußballerin des Jahres gewählt. Nach ihrer aktiven Karriere sammelte sie erste Erfahrungen als Teammanagerin sowie in der Nachwuchsförderung am Niederrhein – ein Hintergrund, der ihren weiteren Weg prägte.
Die bisherigen Trainerstationen von Martina Voss-Tecklenburg im Überblick
Die folgende Tabelle stellt ihre Laufbahn als Trainerin kompakt dar.
| Zeitraum | Verein / Team | Funktion | Wichtigste Eckdaten |
|---|---|---|---|
| 2008–2011 | FCR 2001 Duisburg | Cheftrainerin | UEFA Women’s Cup 2009, zwei DFB-Pokalsiege (2009, 2010) |
| 2011–2012 | FF USV Jena | Cheftrainerin | Bundesliga-Engagement, vorzeitiger Wechsel zum Verband |
| 2012–2018 | Schweiz (Frauen) | Nationaltrainerin | Erste WM-Teilnahme 2015, erste EM-Endrunde 2017 |
| 2019–2023 | Deutschland (Frauen) | Bundestrainerin | EM-Finale 2022, Vorrunden-Aus bei der WM 2023 |
FCR 2001 Duisburg (2008–2011)
Ihre erste große Aufgabe als Cheftrainerin übernahm sie Anfang 2008 beim FCR 2001 Duisburg. Hier feierte sie die größten Vereinserfolge ihrer Laufbahn. 2009 gewann ihr Team den UEFA Women’s Cup, dazu kamen die nationalen Pokalsiege 2009 und 2010. In dieser Zeit erzielte sie ihre größten Erfolge auf Klubebene.
FF USV Jena (2011–2012)
Im Sommer 2011 wechselte sie zum Bundesligisten FF USV Jena und unterschrieb einen Einjahresvertrag. Ihr Engagement in Thüringen blieb jedoch nur eine kurze Episode: Schon im Januar 2012 verließ sie den Verein, um eine Aufgabe auf internationaler Ebene anzunehmen.
Schweizer Nationalmannschaft (2012–2018)
Mit dem Wechsel zum Schweizerischen Fussballverband begann der internationale Abschnitt ihrer Trainerlaufbahn. Unter ihrer Führung qualifizierte sich die Schweiz 2015 zum ersten Mal in der Geschichte für eine Weltmeisterschaft. Zwei Jahre darauf gelang mit der EM 2017 die erste Teilnahme an einer Europameisterschafts-Endrunde. Die Qualifikation für die WM 2019 verpasste das Team hingegen nach einer Niederlage in den entscheidenden Play-offs. In dieser Phase erreichte die Schweiz unter ihr erstmals eine WM- und eine EM-Endrunde.
Deutsche Nationalmannschaft (2019–2023)
Ende 2018 wurde Voss-Tecklenburg als neue Bundestrainerin vorgestellt und übernahm das Amt für die Saison 2019. Bei der Weltmeisterschaft 2019 schied Deutschland im Viertelfinale aus. Den größten Erfolg ihrer Amtszeit erreichte sie bei der EM 2022: Das Team zog bis ins Finale ein und unterlag dort erst dem Gastgeber England nach Verlängerung knapp. Im Frühjahr 2023 wurde ihr Vertrag bis zur EM 2025 verlängert. Bei der WM 2023 schied Deutschland erstmals bereits in der Vorrunde aus.
Aktuelle Situation
Nach dem frühen WM-Aus 2023 erkrankte Voss-Tecklenburg und nahm eine Auszeit; nähere Angaben zu den gesundheitlichen Hintergründen wurden offiziell nicht veröffentlicht. Im November 2023 beendete der DFB die Zusammenarbeit. Laut der offiziellen Mitteilung des Verbandes wurde der Vertrag nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der WM 2023 aufgelöst, weil das Team einen Neuanfang in der sportlichen Leitung benötige. Seitdem ist sie ohne Verein oder Verband. Öffentlich ist sie heute unter anderem als Rednerin zu Führungs- und Teamthemen, als Fußball-Expertin im Fernsehen sowie in der Nachwuchsarbeit aktiv.
Persönliches
Martina Voss-Tecklenburg wurde am 22. Dezember 1967 in Duisburg geboren und ist heute 58 Jahre alt. Seit 2009 ist sie mit dem Unternehmer Hermann Tecklenburg verheiratet; daraus entstand auch ihr heutiger Doppelname. Sie hat eine Tochter aus einer früheren Beziehung. Darüber hinaus hält sie ihr Privatleben bewusst zurück.
Häufige Fragen zu den Trainerstationen von Martina Voss-Tecklenburg
Welche Vereine hat Martina Voss-Tecklenburg trainiert? Als Cheftrainerin war sie beim FCR 2001 Duisburg und beim FF USV Jena tätig.
Welche Nationalmannschaften betreute sie? Von 2012 bis 2018 trainierte sie die Schweiz, von 2019 bis 2023 die deutsche Frauen-Nationalmannschaft.
Was war ihr größter Erfolg als Trainerin? Auf Vereinsebene der Gewinn des UEFA Women’s Cup 2009, mit der Nationalmannschaft der Einzug ins EM-Finale 2022.
Warum endete ihre Zeit als Bundestrainerin? Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2023 und einer krankheitsbedingten Auszeit wurde der Vertrag im November 2023 aufgelöst.
Was macht Martina Voss-Tecklenburg heute? Sie hat derzeit keinen Trainerposten und engagiert sich unter anderem als Rednerin, TV-Expertin und in der Nachwuchsförderung.
Lesen Sie mehr Artikel: Sean Kaufman Freundin
Fazit
Die bisherigen Trainerstationen von Martina Voss-Tecklenburg zeichnen das Bild einer langen, vielseitigen Laufbahn mit Höhepunkten und einzelnen Rückschlägen. Vom Pokalgewinn mit Duisburg über die Tätigkeit bei zwei Nationalmannschaften bis zum EM-Finale 2022 reicht ihre Laufbahn als Trainerin.

